Der schwedische Zahlungsanbieter ist seit längerem schon heißer Kandidat für einen Börsengang. Der Schritt könnte nun bald vollzogen werden. Das Unternehmen visiert bei seinem IPO (Initial Public Offering) eine Milliardenbewertung an und will wohl mindestens eine Milliarden Dollar einsammeln.
Das schwedische Fintech könnte bereits nächste Woche einen entsprechenden Antrag stellen, berichtet der Börsendienst Bloomberg unter Berufung auf informierte Personen. Die Preisfestsetzung für den Börsengang solle dann bereits Anfang April erfolgen. Allerdings könnten sich Details wie der Zeitplan noch ändern, heißt es in dem Bericht.
Beim angestrebten Börsengang in den USA will Klarna mindestens eine Milliarde Dollar (rund 930 Millionen Euro) einnehmen und fasst eine Notierung an der New York Stock Exchange (NYSE) ins Auge.
Verluste reduziert
Klarna ist spezialisiert auf das Bezahlmodell „buy-now-pay-later“ und bietet Nutzern die Möglichkeit, sofort oder in bis zu 30 Tagen zu bezahlen. Das Unternehmen verfügt nach eigenen Angaben über mehr als 85 Millionen aktive Nutzer.
Bei den aktuellsten Zahlen für die ersten neun Monate 2024 wies das Unternehmen zum Vorjahr ein Umsatzwachstum von 23 Prozent aus, der Nettoverlust wurde auf umgerechnet 10,5 Millionen Euro eingedämmt. Im zweiten und dritten Quartal arbeitete Klarna profitabel.
Frage der Bewertung
Beim bevorstehenden Börsengang streben die Schweden eine Bewertung von mehr als 15 Milliarden Dollar an. Über die letzten Jahre erlebte die Bewertung gewaltige Schwankungen: Zu Spitzenzeiten im Jahr 2021 wurde Klarna mit knapp 46 Milliarden Dollar bewertet. Doch gestiegene Zinsen und nachlassende Tech-Euphorie drückten den Wert zwischenzeitlich auf weniger als sieben Milliarden Dollar.
Fazit
Klarna gilt schon länger als IPO-Kandidat. 20 Jahre nach der Gründung dürfte es in diesem Jahr so weit sein, vorausgesetzt, das Marktumfeld trübt sich nicht massiv ein. Als Wachstumswert dürfte das Unternehmen Interesse von Investoren auf sich ziehen, vor allem, wenn die Profitabilität auf Jahresbasis erreicht wird. Mit Blick auf die Schwankungen der Vergangenheit dürfte vor allem interessant werden, welche Bewertung der Markt dem Unternehmen zugesteht.