Die neue Regierung hat im Koalitionsvertrag auch für den Bereich Wohnungsbau umfassende Reformvorhaben vereinbart. Ein indirekter Profiteur der geplanten Wohnungsbauoffensive des Bundes ist Villeroy & Boch
Der Keramik- und Porzellanspezialist für Tischkultur und Sanitär rechnet angesichts der milliardenschweren Investitionen des Bundes in die Infrastruktur mit einer Belebung der Baubranche und besitzt durch die Modernisierung von bestehenden Bädern viel Wachstumspotenzial. Villeroy & Boch erzielt fast vier Fünftel des Umsatzes mit Badkeramik wie Toiletten, Waschbecken und Badewannen. Im Vorjahr wurde der Konkurrent Ideal Standard übernommen, der Armaturen sowie Sanitärtechnik produziert.
Diese Sparte, die durch die teure und zum Teil fremdfinanzierte Übernahme zwar die Verschuldung des Gesamtkonzerns massiv erhöht hat, steht nun jedoch vor einem Wachstumsschub. Firmenchefin Gabi Schupp schätzt, dass bis 2030 in Europa mehr als eine Million Wohnungen fehlen. Allein in Deutschland sind sieben Millionen Bäder sanierungsbedürftig. Davon wird Villeroy & Boch profitieren. Denn 70 Prozent des Umsatzes erwirtschaftet das Familienunternehmen im Badgeschäft mit Sanierungen. In den kommenden Jahren dürfte das Unternehmen stärker wachsen, das eröffnet der Aktie weiteres Kurspotenzial.