Die Beteiligungsholding Indus könnte ein Gewinner des Politikwechsels in Deutschland werden und besitzt Aufholpotenzial. Das Unternehmen fokussiert sich vor allem auf Firmen aus dem deutschen Mittelstand und würde von einer Belebung der deutschen Wirtschaft stark profitieren.

Aktuell ist Indus an über 40 überwiegend inhabergeführten Mittelständlern aus der Industrietechnik beteiligt – aufgeteilt in die Bereiche Engineering, Infrastructure und Materials. Der Fokus der Beteiligungsgesellschaft aus Bergisch Gladbach liegt auf Megatrends wie Nachhaltigkeit, Digitalisierung, Mobilität, Urbanisierung sowie Demografie und Gesundheit.

Im Vorjahr litt Indus noch unter der schwachen Konjunktur und einer Nachfrageflaute bei vielen Mittelstandsbeteiligungen. Doch der Blick in die Zukunft ist durchaus optimistisch. Die neue Bundesregierung wird aller Voraussicht nach milliardenschwere Staatsinvestitionen für Infrastruktur zügig auf den Weg bringen und so im deutschen Mittelstand für starke Wachstumsimpulse sorgen.

Zudem werden Industriefirmen aus der zweiten und dritten Reihe, deren Gewinne überwiegend in Deutschland anfallen, von Reformen, Bürokratieabbau und dem Zufluss von Geldern für Sicherheits- und Infrastrukturprojekte profitieren, und Indus dürfte nachhaltig Rückenwind bekommen. Diese Aussichten haben zuletzt auch den Kurs der Beteiligungsholding beflügelt. Vom Verlaufstief Ende Dezember haben sich die Papiere mehr als 20 Prozent abgesetzt – den Rücksetzer vom Montag dieser Woche eingerechnet.

Trotz der jüngsten Rally ist das SDAX-Papier nach wie vor günstig bewertet, bietet eine attraktive Dividendenrendite und sieht auch charttechnisch gut aus. Indus selbst legt am 24. März seinen Bericht für das Geschäftsjahr 2024 vor und im Zuge dessen auch einen Ausblick für das laufende Jahr geben.