Die Optikerkette verzeichnete im abgelaufenen Jahr starke Geschäfte und arbeitete darüber hinaus profitabler. Investoren profitieren von einer steigenden Dividende und dem Kursanstieg, den die Papiere in einem insgesamt schwachen Marktumfeld heute hinlegen.
Fielmann blickt auf erfolgreiche Monate zurück. Wie der Optikerkonzern heute im Rahmen seiner vorläufigen Jahresergebnisse mitteilte, wurden im abgelaufenen Jahr rund 2,3 Milliarden Euro umgesetzt, zum Vorjahr ein Anstieg um 15 Prozent. Nach Daten des Börsendienstes Bloomberg hatten Analysten im Schnitt 2,26 Milliarden Euro auf dem Zettel gehabt.
Während die Erlöse organisch um sieben Prozent stiegen, entfielen insgesamt acht Prozentpunkte des Wachstums auf die Zukäufe in den USA. Die 2023 übernommene Kette SVS Vision trug im gesamten Berichtszeitraum zum Konzernergebnis bei, der zweite Zukauf Shopko Optical wurde dagegen erst ab Juli konsolidiert.
Starkes Europa
Darüber hinaus arbeitete der SDAX-Konzern im abgelaufenen Jahr profitabler. Die operative Marge (Ebitda) verbesserte sich um 1,5 Prozentpunkte auf etwa 21,7 Prozent. In Europa (22,8 Prozent) erzielt Fielmann weiterhin eine deutlich höhere Umsatzrendite als in den USA (9,9 Prozent).
Das bereinigte Ebitda kletterte um etwa 23 Prozent auf 491 Millionen Euro. Neben starkem organischem Wachstum in Europa trugen dazu auch eine verbesserte Abverkaufsstruktur, Kosteneinsparungen sowie die Entwicklung im Geschäft mit Hörakustik bei.
Dividende steigt, Margenziel im Blick
Anteilseigner können sich über eine höhere Dividende freuen: Für das erfolgreiche Jahr will der Vorstand eine Zahlung von 1,15 Euro pro Aktie vorschlagen. Im vergangenen Jahr schüttete Fielmann 1,00 Euro je Papier aus.
Für das laufende Geschäftsjahr zeigte sich das Management zuversichtlich, das Ziel einer bereinigten Ebitda-Marge von 25 Prozent in Europa und 24 Prozent auf Konzernebene zu erreichen. Mehr Details zum Ausblick soll es im kommenden Monat mit dem Geschäftsbericht geben.
Aktie zieht an
An der Börse kamen die Ergebnisse gut an. Im Xetra-Handel rücken die Anteilsscheine aktuell rund sieben Prozent vor und trotzen damit dem insgesamt sehr schwachen Marktumfeld. Über die vergangenen zwölf Monate präsentierte sich die Aktie des SDAX-Mitglieds schwankungsanfällig, legte in der Zeit unter dem Strich aber fast sechs Prozent zu.
Fazit
Fielmann hat die eigenen Prognosen und die Erwartungen des Marktes erfüllt. Anleger belohnen dies im schwachen Börsenumfeld mit einem Kursanstieg. Analysten sind für die Aktie mehrheitlich optimistisch gestimmt und rufen im Schnitt ein Kursziel von 56 Euro auf. Auf Basis der vorliegenden Analystenschätzungen handelt die Aktie momentan mit etwa dem 20-fachen des für 2025 erwarteten Gewinns. Damit liegt das KGV unter dem Durchschnitt der letzten Jahre.