Der österreichische Spezialmotorenhersteller Steyr Motors war 2018 pleite, wurde restrukturiert und ging im Oktober 2024 an die Börse. Seitdem hat die Aktie über 200 Prozent zugelegt, angetrieben zuletzt durch eine umfangreiche Kooperation mit dem deutschen Rüstungskonzern Rheinmetall. Analysten sehen trotz des Hypes noch Luft nach oben.

Die Aktie des oberösterreichischen Spezialmotorenherstellers Steyr Motors setzte auch in den vergangenen Tagen ihren Höhenflug fort. Das Unternehmen aus der Stadt Steyr hat sich nach eigenen Angaben auf maßgeschneiderte Hochleistungs-Dieselmotoren spezialisiert, die auch in Militärfahrzeugen und Militärbooten eingesetzt werden. Rund 60 Prozent seines Umsatzes von zuletzt 42 Millionen Euro (2024) erzielte der Hersteller im Rüstungssegment.

Die Firmenhistorie von Steyr Motors reicht nach Unternehmensangaben bis ins Jahr 1864 zurück. 2018 war der Motorenhersteller insolvent und ein Sanierungsfall, wurde vom französischen Technologie- und Rüstungskonzern Thales übernommen und ging 2022 an die Münchner Beteiligungsgesellschaft Mutares.

Nach einer grundlegenden Restrukturierung brachte Mutares Steyr Motors im Oktober 2024 an die Börse (Scale-Segment der Frankfurter Börse). Die Aktie legte in den vergangenen vier Wochen getrieben von Rüstungsfantasie und der Kooperation mit dem Rheinmetall-Konzern mehr als 200 Prozent zu.

Das Vorsteuerergebnis (Ebit) lagt 2024 bei 10,1 Millionen Euro. Für das Geschäftsjahr 2024 kündigte das Unternehmen eine Dividende von 0,55 Euro an. Für 2025 stellte der Vorstand bereits ein Umsatzwachstum von 40 Prozent und eine Vorsteuer-(Ebit)-Marge von über 20 Prozent in Aussicht. Ein ausführlicher Geschäftsbericht wird am 18. März veröffentlicht.

Fazit

Analyst Simon Keller von Hauck Aufhäuser Investmentbanking hat soeben seine Kaufempfehlung für die Aktie bei einem auf 44 (zuvor: 30) Euro angehobenen Kursziel bestätigt. Keller sieht für das Jahr 2025 weiteres Potenzial für mehrere Großaufträge insbesondere im Rüstungsbereich. Steyr Motors werde in der Industrie immer stärker als relevanter Anbieter wahrgenommen. So liefere der Hersteller Spezialantriebe für den neuen Rheinmetall-Kampfpanzer Panther KF51.  

STEYR MOTORS AG (WKN: A40TC4)