Der Rüstungskonzern Rheinmetall lotet eine mögliche Kooperation mit dem VW-Konzern aus. Eine von Rheinmetall-Chef Armin Papperger angeführte Delegation hat dazu das VW-Werk in Osnabrück besucht.

Eine Volkswagen-Sprecherin bestätigte inzwischen das Treffen, das bereits am vergangenen Freitag stattgefunden hat. „Dabei wurden mögliche Potenziale einer weiteren Zusammenarbeit des Joint Ventures Rheinmetall Military Vehicles ergebnissoffen diskutiert", erläuterte die Sprecherin. Konkrete Ergebnisse für den Standort Osnabrück seien aber noch nicht vereinbart worden.

An dem Treffen haben Medienberichten zufolge neben Rheinmetall-Chef Armin Papperger von VW-Seite der Chef der Lkw-Tochter MAN, Alexander Vlaskamp und VW-Konzernvorstand Gunnar Kilian teilgenommen. Rheinmetall galt bereits seit einiger Zeit als möglicher Interessent für das VW-Werk Osnabrück. Papperger begründete das Interesse so: „Bevor ich in Deutschland ein neues Werk für Panzer baue, sehen wir uns das natürlich an."

Volkswagen-Vorstandschef Oliver Blume hatte sich bereits bei der Bilanzvorlage im März offen gezeigt für ein verstärktes Engagement des Wolfsburger Konzerns in militärischen Projekten. So kooperieren beide Konzerne bereits bei Militärlastkraftwagen im Joint Venture Rheinmetall Military Vehicles.

Fazit

Die vorhandenen Kapazitäten beim Autokonzern Volkswagen etwa im Werk Osnabrück sind für einen Rüstungskonzern nur bedingt brauchbar. So baut Volkswagen dort das T-Roc Cabrio und Porsche-Fahrzeuge. Dennoch muss auch Rheinmetall angesichts seines gigantischen Auftragsvolumens alle Möglichkeiten prüfen, denn auch der Bau neuer Werke und Produktionskapazitäten verschlingt Zeit und Geld. Die Nutzung schwach ausgelasteter Kapazitäten beim Wolfsburger Autokonzern könnte tatsächlich eine mögliche sinnvolle Ergänzung sein.


Volkswagen Vz. (WKN: 766403)

Hinweis auf Interessenkonflikte
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