Grüne Vorzeichen lassen sich dieser Tage nicht so leicht finden, schon gar nicht bei Nebenwerten. Bei Nordex gibt es sie aber am Dienstag in der Früh: Der Hersteller von Windkraftanlagen meldet einen neuen Großauftrag aus Skandinavien.
Ox2, ein schwedischer Spezialist für Erneuerbare Energien, hat bei Nordex 70 Turbinen des Typs N175/6.X bestellt. Dabei handelt es sich um die neueste Variante der Delta4000-Serie, die auch in Gegenden mit schwachen und mittleren Windgeschwindigkeiten gute Erträge liefern soll.
Nordex zufolge sorgt ein größerer Rotor dafür, dass Anlagen dieses neuen Typs in Zeiten geringer Windgeschwindigkeiten bis zu 22 Prozent mehr Energie produzieren können als Vorgängermodelle. Die erste Pilotanlage wurde im Sommer 2024 in Schleswig-Holstein erreichtet.
Die von Ox2 georderten Anlagen mit einer Gesamtkapazität von knapp 472 Megawatt (MW) sind für zwei Projekte in Finland bestimmt und sind speziell dafür ausgerüstet, auch sehr kaltes Wetter auszuhalten: Sie sind bis zu Temperaturen von minus 30 Grad Celsius betriebsfähig. Zu den zwei Aufträgen gehört auch die Wartung der Anlagen über einen Zeitraum von 35 Jahren. Nordex wird die Turbinen in den Jahren 2026 und 2027 liefern und aufstellen. Die Windparks sollen 2027 und 2028 den Betrieb aufnehmen.
"Wir freuen uns sehr, dass wir den Zuschlag für die Lieferung unseres neuesten und leistungsstärksten Turbinentyps für diese Großprojekte erhalten haben – nun erstmals auch in Skandinavien“, kommentierte Nordex-Chef José Luis Blanco laut Mitteilung. „Dies ist ein Beleg für die langjährige Erfahrung in der Entwicklung von Windenergieanlagen für kalte Klimazonen und mittlerweile 15 Jahre Erfahrung mit unserem erprobten und zuverlässigen Anti-Icing-System. Für uns ist es wichtig, die saubere und nachhaltige Zukunft Finnlands mitzugestalten, indem wir OX2 diese Spitzentechnologie zur Verfügung stellen.“
Fazit
Die Nordex-Aktie ist in den letzten Tagen im Zuge der allgemeinen Marktschwäche unter die Räder gekommen, die Erholungstendenzen haben einen Rückschlag erlitten. Anleger warten eine Bodenbildung ab.