Im frühen Handel auf Tradegate konnten die Nordex-Aktien zulegen. Wie das Unternehmen bekannt gab, hat der Windkraft-Experte einen Großauftrag in Brasilien an Land gezogen. Demnach soll Nordex für die brasilianische Energieholding Auren Energia, die auf erneuerbare Energien spezialisiert ist, 19 Anlagen des Typs N163/5.X bauen.

Der 112-Megwatt-Auftrag umfasse auch den Service der Turbinen für einen Zeitraum von zunächst 15 Jahren, mit mehreren Optionen zur Verlängerung auf bis zu 30 Jahre, hieß es in der Nordex-Meldung. Die Anlagen sollen im Windpark Windpark Cajuína 3 errichtet werden, der sich im brasilianischen Bundesstaat Rio Grande do Norte im Nordosten des Landes befindet.

Die Turbinen sollen Anfang 2026 geliefert werden, für den Herbst 2026 ist geplant, dass sie in Betrieb gehen. Die Bedingungen für Wind- und Solarenergie sind in Brasilien sowie in Lateinamerika hervorragend, weshalb die Region sehr erfolgreich auf Energieerzeugung aus „grünen“ Quellen setzt.

Für Nordex ist das eine weitere erfreuliche Nachricht, nachdem das Unternehmen erst letzte Woche gute Zahlen zum abgelaufenen Geschäftsjahr vorgelegt hatte. Auch der Ausblick von Nordex kam an der Börse gut an.

Im zurückliegenden Geschäftsjahr hatte Norden den Erlös um 12,5 Porzent auf 7,3 Milliarden Euro steigern können. Vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) erreichte 296 Millionen Euro, nach nur zwei Millionen Euro im Vorjahr. Diese Entwicklung entspreche einer Marge von 4,1 Prozent, so Nordex. Damit hat der Konzern das obere Ende der eigenen Prognose leicht übertroffen.

Unter dem Strich verzeichnete der MDAX-Konzern einen Gewinn in Höhe von neun Millionen Euro. Im Jahr zuvor hatte Nordex einen Fehlbetrag von 303 Millionen Euro gemeldet. Der Auftragseingang kletterte 2024 um 20 Prozent auf 7,5 Milliarden Euro und erreichte damit einen neuen Rekordwert.

An diese Erfolge will der auf Onshore-Windanlagen spezialisierte Konzern im laufenden Jahr anknüpfen. Der Umsatz soll auf 7,4 bis 7,9 Milliarden Euro vorankommen. Davon sollen zwischen fünf und sieben Prozent als Ebitda bleiben. Die EBITDA-Marge soll zwischen 5,0 und 7,0 Prozent erreichen. Im zweiten Halbjahr dürften Umsatz und Profitabilität leicht steigen. Bis zum Jahresende planen die Norddeutschen rund 200 Millionen Euro für Investitionen ein.

Nordex (WKN: A0D655)

Fazit

Analysten lobten die Zahlen des Windkraft-Konzerns. Auch das charttechnische Bild der Nordex-Aktie hat sich deutlich aufgehellt.