Vorläufige Zahlen für 2024 waren bereits bekannt, daher ging es Anlegern bei der Vorlage der endgültigen Geschäftszahlen bei Cancom vor allem um den Ausblick. Und der fiel so trüb aus, dass die Aktie in einem schwachen Marktumfeld am Montag vormittag spektakulär unter die Räder gerät. Zweistellig geht es mit dem SDAX-Wert bergab.
Wie bereits im Februar gemeldet, kam im abgelaufenen Geschäftsjahr der Konzern-Umsatz des IT-Dienstleisters um 14,1 Prozent auf 1,74 Milliarden Euro voran. Der Rohertrag legte von 582,3 Millionen auf 693,6 Millionen Euro zu. Das Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sank von 115,7 Millionen auf 113,0 Millionen Euro, das Ebita ging von 64,1 Millionen auf 59,6 Millionen Euro zurück. Damit hatten die Münchner die im November gesenkte Prognose in einem „herausfordernden Marktumfeld“ gerade so erreicht.
Immerhin bleibt die Dividende mit 1,00 Euro je Cancom-Aktie stabil. Mit deutlich besser laufenden Geschäften ist im laufenden Jahr indes nicht zu rechnen. Volatiles Marktumfeld, schwache wirtschaftliche Entwicklung, Kaufzurückhaltung der Kunden: Es sei bereits jetzt abzusehen, dass das Jahr 2025 Herausforderungen mit sich bringe, hieß es. Cancom rechnet mit 1,7 bis 1,85 Milliarden Euro Umsatz, einem Ebitda zwischen 115 und 130 Millionen Euro und einem Ebita in der Spanne von 61 bis 76 Millionen Euro.
Das IT-Systemhaus betreut nicht nur kleine und mittelgroße private Unternehmen, sondern auch viele Auftraggeber aus dem öffentlichen Sektor, darunter auch Schulen und Hochschulen. Und angesichts der angespannten Haushaltslage steht hinter künftigen öffentlichen Ausgaben ein Fragezeichen.
Fazit
Mit dem Kursrutsch sind die Gewinne der Cancom-Aktie seit Jahresstart wieder komplett zusammengeschmolzen. Das charttechnische Bild hat sich deutlich eingetrübt.